Der Wein



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Die Vorstufen zum Wein: 1. die Weintraube, sie wird gepreßt.....

                                       2. der Most (enthält noch keinen Alkohl)

                                       3. der Sturm (ist kein Wind, sondern der Most fängt zu gären an, anfangs ist er noch sehr süß, je länger er steht desto herber wird er. Er musiert)

                                           

                                       4. Der Staubige (Der Wein ist fast fertig, ist aber noch undurchsichtig)

                                       5. Der Heurige (Der fertige Wein, des Jahres) Zu Martini (11. November wird der Jungwein getauft und zum Heurigen.

                                       .

In Österreich hat der Wein Tradition, die Römer unter Kaiser Probus (ihn kennt jeder nur als sogenannten "Weinbringer", sonst nicht)brachten die ersten Weinpflanzen zu uns. Angeblich sollen schon die Kelten Wein gemacht haben, was aber umstritten ist.

In Österreich wird zu 70 % Weißwein und 30 % Rotwein angebaut. Produziert werden zirka 2,5 Millionen Hektoliter.

Folgende Gebiete zählen zu den Weinbaugebieten:

Wachau
Kremstal
Kamptal
Traisental
Wagram
Weinviertel
Carnuntum
Thermenregion
Neusiedlersee
Neusiedlersee-Hügelland
Mittelburgenland
Südburgenland
Wien
Südoststeiermark
Südsteiermark
Weststeiermark
 

Welche Rebe (Sorte) wo wächst erzähle ich euch das nächste Mal) Jetzt habe ich Hunger und muß etwas essen. LG Ev.

 

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Wachau ist ein liebliches Tag entlang der Donau im Bundesland Niederösterreich zwischen den Städten Krems und Melk.  Im Jahr 2000 wurde die Kulturlandschaft Wachau  mit den Benedektiner-Stiften Melk und Göttweig und der Altstadt von Krems in die Liste des UNESCO-Weltkultur- und -naturerbes aufgenommen. Gut, die Mönche verstanden es schon immer guten Kloster-Wein zu machen.

Das vergleichsweise milde Klima des Talgrundes führte auch zu intensivem Wein- und Obstbau, der an den Hängen in Steinterrassen betrieben wird. Für die Weinqualität sind die häufigen Sonnentage und die kühlen Nächte von Bedeutung. Als Weinspezialitäten gelten der Riesling, Grüne Veltliner und der Neuburger. Der Weinausschank erfolgt in zahlreichen Heurigenbetrieben durch Winzer, die für einige Wochen im Jahr Wein und einfache Speisen anbieten. Beim Obst ist vor allem die Wachauer Marille zu nennen (Hmmmmm......gut ist der Marillenlikör und Marillenbrandy). Die Herkunftsbezeichnung Wachauer Marille ist auch innerhalb der EU geschützt. Ach ja: Marille = Aprikose für meine Deutschen Freunde!!!!

 Die beiden Hauptsäulen der Wirtschaft in der Wachau sind daher der Wein- und Obstbau sowie der Fremdenverkehr.

Um die Einzigartigkeit der Weine aus der Wachau zu betonen, klassifizierte die Winzer-Vereinigungen sie in drei Kategorien:

Steinfeder ist der Name der leichten, duftigen Weine des Weinbaugebietes Wachau. Die Steinfeder (Stipa pennata) – das federleichte Gras der steilen Weinberge der Tallandschaft, gab diesen Weinen seinen Namen. Die Trauben müssen ein Mostgewicht von mindestens 15° KMW aufweisen. Die Moste werden immer klassisch trocken durchgegoren. Der Alkoholgehalt dieser Weine beträgt maximal 11,5 Vol.%, ist also niedrig. Die Wachau ist das Weinbaugebiet, indem es aufgrund der naturgegebenen Klimatik und Bodenbeschaffenheit möglich ist, Weine mit so geringem Alkoholgehalt zu keltern, die dennoch in ihrem Charme und ihrem Nuancenreichtum höchsten Ansprüchen genügen.
Federspiel heißen Wachauer Weine im Kabinettbereich mit einem Mostgewicht ab 17° KMW und einem Alkoholgehalt zwischen 11,5 und 12,5 Vol.%. Diese Weine sind ausnahmslos klassisch trocken vergoren. Sie stellen den Mittelbau der Wachauer Weine dar und zeichnen sich durch ihren fruchtig-charmanten Charakter und ihre kraftvolle Delikatesse aus. Der Name Federspiel führt auf den alten Brauch des Zurückholens des Beizvogels bei der Falkenjagd zurück – eine gerade in der Wachau in früherer Zeit übliche Form herrschaftlicher Jagd. Federspiel-Weine schließen an die Steinfeder-Kategorie an. In ihrer Kelterung sind sie neben den gesetzlichen Erfordernissen den Kontrollen des Verbandes Vinea Wachau unterworfen.
Smaragd ist die erstmals für Weine des Jahrgangs 1986 verwendete Bezeichnung für die besten und wertvollsten Weine der Wachau. Diese Weine mit einem Mindestmostgewicht von 18,5° KMW reifen nur in den sonnigsten Rieden. Smaragdeidechsen fühlen sich in den Wachauer Weinbergterrassen besonders wohl. An schönen Tagen sonnen sie sich neben den Rebstöcken. So wurden sie zum Symbol für Wachauer Wein mit vollendeter physiologischer Reife. Diese besonders kostbaren Weine mit einem Alkoholgehalt ab 12,5 Vol.% werden bis zum natürlichen Gärstillstand vergoren und sind immer trocken. Die Flaschen werden mit langen Korken (mind. 49 mm), die den Jahrgangsbrand tragen, verschlossen. Auch nach 25 und mehr Jahren richtiger Lagerung werden diese Weine Freude bereiten. Weine mit der Bezeichnung Smaragd dürfen erst ab 1. Mai des auf die Lese folgenden Jahres verkauft werden. Die Weinkategorie „“Smaragd„“ stellt eine ganz besondere Wachauer Spezialität dar, die deshalb an entsprechend strenge Kontrollmaßnahmen gebunden ist.
Ich setze später mit dem Kremstal, das ja gleich daneben liegt, fort. LG Evelyne

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Ja,ja ....unter´m Krummstab ist gut leben !!    Wein und Bier waren die richtige Ergänzung zur geistigen Kost .

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Ja, der Meßwein ist immer der beste!

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DAS KREMSTAL:

Die 2.170 Hektar große Rebfläche des Kremstales verteilt sich auf unterschiedliche Zonen: die Stadt Krems, die östlicher gelegenen Gebiete und die kleinen Weinorte südlich der Donau. Das Gebiet erstreckt sich nördlich und südlich der Donau und umfasst das tatsächliche Tal des Flusses Krems. Die Herausforderungen sind deshalb speziell, Frucht und Wucht sind vorprogrammiert. Das hat mit dem Jahrgang 2007 auch zur Einführung einer DAC-Reserve-Kategorie zur besseren Unterscheidung geführt. Verbindende Elemente sind Grüner Veltliner und Riesling als Repräsentanten für das Gebiet.
In der alten (Wein-)Kulturstadt Krems ist der Weinbezug überall spürbar. Sie wird ihrer Stellung als Imageträger der österreichischen Weinkultur seit langer Zeit gerecht: historisch gesehen mit alten Lesehöfen und Zeugnissen der großen Weinbautradition, aus heutiger Sicht mit jungen, erfolgreichen Winzern und einer innovativen Genossenschaft, einer modernen Weinbauschule und nicht zuletzt als Standort der niederösterreichischen Landesweinmesse.

Bekannte Weinbauorte in der Umgebung sind Göttweig, Furth, Gedersdorf, Rohrendorf, Egelsee und Senftenberg.

Zwei Bodenarten dominieren das Kremstal: Löss mit sehr kompaktem Untergrund und hoher Wasserspeicherkapazität und Urgesteinsverwitterungsböden, die Ausläufer der kritallinen Steinböden, die sich für Riesling bestens eignen.
Riesling und der Grüne Veltliner sind die wichtigsten Sorten der Region, die hier ideale Bedingungen vorfinden, um ihre Stärken auszuspielen: die vielfältige und ausgeprägte Aromencharakteristik die der Grne Veltliner je nach Boden haben kann, und die einzigartige Fähigkeit des Riesling, das Terroir einer Lage in die Flasche zu transferieren. Natürlich finden sich auch andere Rebsorten, die sich in dieser Region seit langem bewährt und ihren Platz innerhalb des Rebsortenspektrums der Region erobert haben.
Die Weinlagen rund um Krems gehören zum Weinbaugebiet Kremstal, das genau 2170 Hektar umfasst und dessen Name vom Fluss Krems hergeleitet wurde. Das Weinbaugebiet besteht aus der Stadt Krems, dem zentralen Ort der Region, und den umliegenden Weinbergen. Der Grüne Veltliner dominiert

Das Weinbaugebiet Kremstal verfügt heute über eine bepflanzte Anbaufläche von 2170 Hektar, das sind 5% der österreichischen Weinlandschaft. 83% davon sind mit Weißweinsorten, 13% mit roten Trauben bestockt und der Rest von 4% sind noch nicht ertragsfähig. Rund 63% der Rebfläche (1370 Hektar) ist 20 Jahre alt oder bereits älter.
Ein Blick auf die Sorten im Detail zeigt einen flächenmäßigen Anteil von 56% für den Grünen Veltliner an (1210 Hektar), gefolgt von Müller-Thurgau mit 10% (210 Hektar) und an dritter Stelle der Riesling mit 9% (190 Hektar). Knapp danach rangiert die meistgepflanzte Rotweinsorte – der Blaue Zweigelt mit 8% (180 Hektar).
 

GESCHICHTLICHE SPURENSUCHE Endlich Wein – den Römern sei Dank!

Schon früh zogen die ideale geografische Lage und das vortheilhafte Klima im Raum Krems und Stein eine menschliche Besiedlung nach sich. Den Anfang des Weinbaues in Österreich kann man allgemein auf die Römer zurückführen, die Donau als Limes diente als Grenze des Reiches. Die Klöster bringen den Wein zurück
Während der finsteren Zeit der Völkerwanderung wurden die ersten Ansätze des Weines im Kremser Umland verwischt. Mit dem Vordringen der Bayern und Franken um 750 kommt nicht nur die christliche Religion den Donaustrom herunter. Die Einwanderer nehmen auch den Weinbau wieder in Angriff. Viele Klöster des bayrischen und salzburgischen Raumes werden nun mit Stiftungen und Benefizien im Kremser und Wachauer Raum versorgt und der Weinbau erlebt dadurch einen großen Aufschwung.
Der Wein war wertvolles Handelsgut und wurde die Donau aufwärts verschifft, die Kirche brauchte den Wein als Opferwein in der Liturgie und natürlich für den täglichen Gebrauch bei Tisch. Der Handel mit dem Wein war zudem eine bedeutende Einnahmequelle. Kriege und der Wein
Die Türkenkriege und die damit verbundenen Heereslieferungen wirken sich positiv auf das Weingeschäft aus. Die Stadt blüht auf, die Bürger profitieren, erwerben verstärkt Weingärten und bauen schöne Barockhäuser. Nach dieser Erholung bis ins späte Barockzeitalter, wo immerhin noch ein Drittel der Gesamtbevölkerung direkt vom Weinbau lebt, sinkt die wirtschaftliche Bedeutung des Weinbaues ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zum neunzehnten Jahrhundert weiter ab. Maria Theresias Kriege haben fatale Auswirkungen auf den Weinhandel. 1760 kann die Stadt Krems keinen Wein verkaufen, 1772 konnten von den vorrätigen 858 hl nur 76 hl abgesetzt werden. Für den Exportrückgang verantwortlich sind auch die harten Zollbeschränkungen. Allerdings dürfte auch die mäßige Qualität des Kremser Weines mit ein Grund gewesen sein, der Heurige war vermutlich von hoher Säure gekennzeichnet. Vom Ruf der Jungweine gibt uns ein Ersuchen der Kremser Dominikanermönche von 1708 an den Stadtrat eine Idee, die darum baten, ausländischen Wein einführen zu dürfen, weil: „der viertige Wein (Heuriger) von den noch zarten und jungen Novizen ohne Verletzung ihrer Gesundheit nicht getrunken werden kann.“

Winzer, Händler und Industrielle Revolution

Ab dem Ende des achtzehnten Jahrhunderts entwickelte sich auch im Kremser Raum professioneller Weinhandel. Man erkannte die Notwendigkeit, sich seine Kundschaft auch im weiteren Umkreis zu suchen.
Anlässlich einer Industrie-Ausstellung in London 1862 wurden die Weine der Kremser Gemeinschaftpräsentation mit einer Medaille bezüglich ihrer Haltbarkeit und Billigkeit ausgezeichnet. Beteiligt waren die Familien Brandl, Czank, Czermak, Dinstl, Hietzgern, Krammer, Krippl, Lagler, Moshammer und Thalhofer. Große weinbaupolitische Verdienste hat sich auch der Kremser Franz von Wertheim erworben, der die Gründung der Klosterneuburger (1859), wie später auch der Kremser Weinbauschule (1875) maßgeblich vorantrieb. Die wichtigste weinbaurelevante Erfindung gelang aber im vorigen Jahrhundert einem anderen Kremser: Der Zeugschmid Johann Keusch erfand Mitte des 19. Jahrhunderts die Rebschere, eine Kombination aus gekrümmten Rebmesser mit einer Gartenschere. Von der Hauerinnung zur Genossenschaft
Das Ende des letzten Jahrhunderts gestaltete sich für die Winzerschaft wirtschaftlich aus vielen Gründen nicht unproblematisch und so starteten die Kremser Hauer bereits 1902 den Versuch, sich in einer Winzergenossenschaft zu organisieren. Diese überlebte aber nur ein Erntejahr. Erst 1938 gelang die dauernde Einrichtung der Kremser Genossenschaft, die heute ihre Weine als „Winzer Krems“ vermarktet.Der letzte große Wandel
Das 20. Jahrhundert brachte für den Weinbau im Kremser Raum tiefgreifende Veränderungen mit sich. Nach der Reblauskatastrophe begann sich das Sortenbild in den Weingärten zu wandeln, reinsortige Weingärten lösten die gemischten Kulturen ab. Die Flächen verringerten sich stufenweise, die landesweit übliche Stockkultur wurde auf die leichter zu bearbeitende Hochkultur mit breiten Fahrgassen umgestellt. Eine Generation gut ausgebildeter Kellermeister setzte in den fünfziger und sechziger Jahren auch eine erste Modernisierungswelle in der Technik um, der Wein aus Krems war gefragt, der Handel florierte. Man konnte nun auch wieder Mengen produzieren und diese absetzen.
Mitte der achtziger Jahre markierte der sogenannte „Weinskandal“ einen neuerlichen Wendepunkt und ein radikales Umdenken von Masse zur Klasse setzte ein. Junge Önologen mit fundierter Ausbildung und Auslandserfahrung konnten auf eine Jahrhunderte alte Weintradition zurückgreifen und entwickelten einen modernen, klar regionalen Weintypus. Bald zählte das Kremstal wieder zu den besten Weißweinzonen Österreichs.

 

 

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Weinreise durch das Kamptal In der Heimat des Grünen Veltliners
Das niederösterreichische Kamptal verrät wahre Geheimtipps.

Tipp 1: Langenlois: Loisum, Loisum SPA-Hotel und Gebietsvinothek
Der niederösterreichische Ort Langenlois im Kamptal bietet gleich mehrere Highlights für Weinliebhaber:

Sehenswert ist das Loisum, ein interaktives Weinmuseum, in dem sich der Besucher - wie eine Traube - durch die verschiedenen Stadien der Weinherstellung "hindurch muss".

Neben dem postmodernen Museum befindet sich das Loisium SPA Hotel mit dem wohl einzigen geheizten Swimmingpool der Welt (32 Grad warm), der mitten in einem Weinberg steht. Im Hotel gibt es zudem ein großes Wellness-Angebot mit - klar - Naturprodukten aus Weintrauben, zum Beispiel Traubenkern-Peeling.

Zudem befindet sich in Langenlois eine Gebietsvinothek, in der man alle Weine der Region kaufen kann.

Tipp 2: Weingut Willi Bründlmayer in Langenlois
Das Kamptal ist die Heimat des Grünen Veltliners, der österreichischen Parade-Rebsorte. Die warmen Tage aus dem Donautal und die kalten Winde der Nacht aus dem Waldviertel nahe Tschechien schaffen ein spannungsreiches Reizklima, das filigrane Weißweine hervorbringt. Auf dem Weingut von Willi Bründlmayer bekommt man den wahrscheinlich besten Grünen Veltliner Österreichs.

Tipp 3: Weingut Ehn in Langenlois
Das Weingut Ehn punktet mit dem uralten, fast ausgestorbenen "Gemischten Satz". Der "Gemischte Satz" ist eine absolute Rarität aus dem Kamptal: Früher wurde verschiedene Reben zusammen gesetzt und gelesen, egal welche Rebsorte. Fast alle diese Bestände wurden in den 50er Jahren zugunsten von rebsorteneinheitlichen Weinen gerodet. Dabei schmeckt der "Gemischte Satz" hervorragend. Jetzt kommt er wieder in Mode.

Tipp 4: Schloss Gobelsburg
Eine Sehenswürdigkeit touristischer, aber auch weintechnischer Art ist das Schloss Gobelsburg. Eigentlich ist das Kamptal eher eine Weißwein-Gegend. Auf Schloss Gobelsburg allerdings werden sehr gute Rotweine hergestellt. "Cuvée Bertrand" heißt einer davon, der Pater Bertrand, dem letzten Gutsverwalter des Schlosses, gewidmet ist. Den "Meßwein" muß man probiert haben.

Unter meinem Vater hatten wir in der Nähe von Langenlois Weingärten und eine Weinkellerei. Da ich bereits in Wien geboren wurde und mich die Winzerei nicht interessierte, verkaufte mein Papa alles. Mein Vater war Bauingenieur und die "Weinkellerei" war sein Hobby. In der Nachkriegszeit war es ein zweites Standbein.

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Das Traisental

Das Traisental besteht als Weinbaugebiet in dieser Form seit 1995 und ist damit das jüngste Weinbaugebiet Österreichs. Was den Flächenanteil des Grünen Veltliners an der Gesamtanbaufläche betrifft, steht das Traisental aber mit rund 63% unangefochten auf Platz eins.Mit 770 Hektar Weinanbaufläche ist das Traisental das kleinste Weinbaugebiet Niederösterreichs. Heute steht das Traisental für ein außergewöhnlich gutes Preis-Leistungsverhältnis und schon seit Jahren gibt es viele Maßnahmen um das fachliche Wissen zu erweitern und das Qualitätsdenken weiter zu stärken. Rund 30 Winzer haben in zwei Lehrgängen die Ausbildung zum Jungsommelier absolviert.

Das Weinbaugebiet Wagram (bis 2007 unter der Bezeichnung Donauland bekannt) erstreckt sich von Krems bis Klosterneuburg entlang der Donau und des Wagrams, einem Höhenzug, der östlich von Krems beginnt. In Klosterneuburg ist mit der Höheren Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau das österreichische Lehr- und Forschungszentrum beheimatet. Bekannt durch die Entwicklung der Klosterneuburger Mostwaage stehen heutzutage neue Technologien bei der Weinherstellung im Vordergrund. Das Weingut Stift Klosterneuburg wurde im Jahre 1114 gegründet und ist das älteste Weingut Österreichs.

Ältestes Weingut in ÖsterreichSeit der Gründung des Augustiner Chorherrenstiftes Klosterneuburg 1114 war der Weinbau elementarer Bestandteil und wichtigster Wirtschaftszweig. Das Weingut Stift Klosterneuburg  ist mit 900 Jahren das älteste und größte Weingut Österreichs.

Beeindruckender WeinkellerDas barocke Kellerensemble unter Stift und Stiftsplatz wirkt wie ein unteriridisches Labyrinth und hat eine Gesamtlänge von 6 km - auch Mitarbeiter verlaufen sich hier manchmal. 7 m dicke, doppelwandige Mauern reichen über vier Kellergeschosse bis auf 36 m in die Tiefe. Ganzjährig konstante Temperaturen schaffen das beste Reifeklima. Für die Verarbeitung des Traubenmaterials kommt die modernste Kellertechnik in einem neuen Zubau zur Anwendung. Pro Jahr werden mehr als 700.000 Flaschen verkauft. Rebflächen in drei Weinbauregionen Das Stift verfügt über 108 ha Weingärten in 3 Weinbauregionen. Je ein Viertel davon wird im Donauland (Klosterneuburg) und in Wien (Nuss-, Kahlen-, Leopoldsberg) bewirtschaftet. In der Rotweingemeinde Tattendorf in der Thermenregion, wo seit 1256 Weinbau betrieben wird, liegt mit 55 ha die Hälfte der Rebflächen. St. Laurent, Blaufränkisch, Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon werden in der Riede Stiftsbreite geerntet. In Gumpoldskirchen werden auf 5 ha die autochthonen Weißweinsorten Zierfandler (= Spätrot), Rotgipfler und Neuburger angepflanzt. Für alle Weingärten gilt eine ökologische Bodenpflege und naturschonende Bewirtschaftung. Paradesorte St. Laurent
Das Stift baut in Tattendorf seit den 1950er Jahren den St. Laurent, der eigentlich aus dem Elsass stammt, auf 45 ha an. Damit ist die Ried Stiftsbreite des Weinguts Stift Klosterneuburg der größte St. Laurent Weingarten der Welt. Bei Vergleichsverkostungen erzielen die St. Laurents des Stiftes regelmäßig hervorragende Bewertungen. Frisch-fruchtige StiftsweineZwei Weinlinien (je 50% Weiß- und Rotwein) werden vinifiziert. Die Stiftsweine haben eine frische Frucht und bieten elegante Trinkfreude (Vinothekspreis ab EUR 5,-; Preise im Onlineshop etwas höher). Als fruchtbetonte Weine gibt es Grüner Veltliner, Riesling, Weißburgunder, Chardonnay, Cuvée Wiener Nussberg und Rosé. Vollmundig im Geschmack sind Spätrot-Rotgipfler und Gewürztraminer. Weiße Stiftsweine werden wegen der Betonung des Sortencharakters im Stahltank kühl vergoren. Die roten Stiftsweine Blaufränkisch, Zweigelt und St. Laurent reifen 6-8 Monate in großen Hohlfässern zu Samtigkeit und Harmonie heran. Selektionierte Lagenweine Für die Lagenweine werden die besten Trauben von Spitzenlagen vinifiziert - die Vielfalt der Terroirs spricht für Weine langer Lagerfähigkeit und unverwechselbarer Charakteristik. An Weißweinen werden Grüner Veltliner, Riesling, Weißburgunder, Sauvignon Blanc, Chardonnay und Spätrot-Rotgipfler angeboten (ab EUR 7,-). An kräftigen Rotweinen sind Pinot Noir, St. Laurent, Cuvée Escorial und die Barrique-Cuvée Chorus erhältlich (ab EUR 9,-). Der St. Laurent-Lagenwein wird in drei Varianten ausgebaut: Ausstich (Auswahl der besten Jahrgangs-Fässer), Barrique (16 Monate) und Reserve (24 Monate in Barrique, opulent und dicht, limitiert nur in sehr guten Jahrgängen wie 2003 oder 2006, EUR 35,-). Als Süßweine gibt es eine Chardonnay-Auslese und einen Welschriesling-Eiswein (EUR 15,50). Vinothek, Online-Shop & Prämierungen Die Vinothek bietet ein einziartiges Ambiente für Weinverkostungen, -shop und -seminare. Bei der Revitalisierung wurde eine sehenswerte Verbindung vom Müstinger-Keller aus 1300 und einer modernen Architektur geschaffen. Aktuelle Jahrgänge und Raritäten aus dem umfangreichen Altweinbestand sind zu erwerben. Oder man bestellt über den Onlineshop, wo die weiteren Bezugsquellen angeführt sind. Die Weine des Stiftes erzielten zahlreiche Prämierungen, z.B. Falstaff, A la Carte, Vinaria, Austria Wine Challenge, Weinland Thermenregion oder United States Austrian Wine Challenge.
"Stifterl", Klostersekt, Edelbrände und mehr
Seit 1957 füllt das Weingut für den AUA-Bordservice Weine in kleinen Flaschen mit der Bezeichnung "Stifterl" ab. Der frisch-fruchtige Klostersekt Brut sorgt als prickelnde Cuvée (60% Welschriesling, 40% Grüner Veltliner) für belebenden Trinkgenuss. Der Spitzensekt Mathäi Brut 2005 wird aus Chardonnay-Trauben und in Zweitgärung nach der „Méthode Traditionelle“ hergestellt - feines Perlenspiel im Glas und am Gaumen garantiert. An Edelbränden gibt es: St. Laurent XO Weinbrand (über 10 Jahre im Barrique-Fass gereift), St. Laurent Trebernbrand, Riesling-, Apfel-, Marillen- und Williamsbrand (ab EUR 16,-). Liköre, Geschenksets, Essige & Öle, Edelcouverturen (z.B. mit St. Laurent Ausstich gefüllt), Weingelees und reinsortige, naturtrübe Apfelsäfte (Golden Delicious, Jonagold, Elstar, etc.) runden das Angebot ab.
"Wein erleben" im Stift Klosterneuburg 
Das österreichische Weindenkmal ist das Gedächtnis des Weinbaus, wo alle 10 Jahre die 80 besten Weine des Jahrgangs archiviert werden für künftige Verkostungen. Täglich außer zur Weinlesezeit findet um 16.00 Uhr der Weinkultur-Weg durch den Stiftskeller statt. Oder man besucht eines der 2-tägigen Basisseminare und die Weinschnuppertage. Ein großer Publikumserfolg ist das Fasslrutschen immer zu Leopoldi am 15.11. im Binderstadl, wo Jung und Alt über das 300 Jahre alte und 4 m hohe "1.000-Eimer-Fass" (= 56.000 l) rutschen. Die Höhere Bundeslehranstalt für Wein und Obstbau Klosterneuburg ist die 1. und älteste Weinbauschule der Welt (1860 vom Stift gegründet). Hier forschte und lehrte Prof. Zweigelt, der dem am weitest verbreiteten österreichischen Rotwein (Zweigelt ist eine Kreuzung aus Blaufränkisch und St. Laurent) seinen Namen gab.
 

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Das Weinviertel

Das Weinviertel, auch Viertel unter dem Manhartsberg genannt, liegt im Nordosten von Niederösterreich. Der Name ist seit etwa einem Jahrhundert gebräuchlich. Das Weinviertel ist in der Tat Österreichs größtes Weinbaugebiet.Die sanft schwingenden Weinberge. Die offene Weite der Felder. Die zahlreichen Presshäuser der Kellergassen. Gastfreundliche Menschen mit Gespür für das richtige Maß an Genuss, Kultur und Muße. Das ist das Gebiet des Weinviertels. Unter http://www.tv1.at/video/6210/weinviertel--das-weite-land könnt ihr ein Video über das Weinviertel sehen.

Die Grenzen des Weinviertels verlaufen im Osten entlang der Staatsgrenze von Österreich zur Slowakei, die durch die March gebildet wird. Im Norden grenzt das Weinviertel an Tschechien, wo im wesentlichen die Thaya die Grenze bildet. Der Manhartsberg, der östlich des Kamp liegt, stellt die Grenze zum Waldviertel im Westen dar. Im Süden grenzt das Weinviertel an das Mostviertel und das Industrieviertel, hier bilden die Grenze der Wagram, die Donau und das Marchfeld.

Das Weinviertel gliedert sich in die Bezirke Gänserndorf, Hollabrunn, Korneuburg und Mistelbach. Auch der Gerichtsbezirk Kirchberg am Wagram des Bezirkes Tulln sowie kleine Teile der Bezirke Horn, Krems-Land und Wien-Umgebung liegen im Weinviertel.

 

Kellergassen


Sie verstecken sich hinter dichtem Gebüsch oder verkrümmten Akazien-Gruppen, meist am Dorfrand, oft außerhalb des Dorfes. Sie nehmen kaum Platz ein, nur wenige Meter breit entlang der Gasse oder des Hohlwegs benötigen sie. Oft sind sie fensterlos oder Licht kommt nur durch kleine Öffnungen ins Innere - und natürlich durch die weit offene Kellertür.
 



 

Sie sind bescheiden, die Kellergassen des Weinviertels.
Im Alltagsleben eines Dorfes aber nehmen sie einen zumindest ebenso wichtigen Platz ein wie die Kirche oder das Schloss: Hier wird gearbeitet, oft bis spät in die Nacht hinein. Verträge werden geschlossen ohne Papier und Feder, mit dem Handschlag des Kellerbesitzers. Hier wird gerastet und dicke Scheiben werden vom Brotlaib geschnitten. Besuch wird tief in die Erde entführt und stolz mit dem letzten Jahrgang bekannt gemacht. Feste werden hier gefeiert und abends treffen sich Freunde, ein Anlass ist dafür nicht nötig.
Die Kellergassen sind im Weinviertel zuhause. Aufgefädelt wie auf einer Schnur zur längsten, die es gibt, wie etwa in Hadres, in Etagen angeordnet, bis zu sieben übereinander wie in Mannerdorf oder um ein unsichtbares Zentrum kreisförmig wie in Kronberg, ist jede für sich einmalig.
 

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Weinbaugebiet Carnuntum

...wo sich Kultur, Sonne und Wein vereinen...


Lange Tradition prägt das Weinbaugebiet Carnuntum. Seit den Kelten wird in dieser fruchtbaren Landschaft Weinbau betrieben. Die erste Hochblüte erlebte dieses Gebiet unter den Römern. Dies wird durch eine große Anzahl von interessanten Ausgrabungen belegt. Daher wurde auch das Heidentor als Symbol für dieses Gebiet gewählt.
Unter Carnuntum versteht man heute das Gebiet östlich von Wien - südlich der Donau. Auf drei Hügellandschaften wird der Weinbau gepflegt:
Dem Leithagebirge, dem Arbesthaler Hügelland und den Hainburger Bergen. Steinige Kalk und Lößboden gemeinsam mit dem pannonischen Mikroklima und der Donau bieten ideale Voraussetzungen für den Weinbau. Das dokumentiert auch der älteste Weinstock Europas, der sich in diesem Gebiet befindet.
Heute zeichnet sich dieses Gebiet durch seine eleganten Weißweine und seine gehaltvollen, kräftigen Rotweine aus.



Die Weißweine des Weinbaugebiets Carnuntum zeichnen sich durch Frische und elegante Fruchtigkeit aus. Am besten kommen diese Vorzüge in einem Jungwein zur Geltung. Daher keltern seit 1988 mehr als 50 Winzer einen Primeur, den Primus Carnuntum.
"Der Erste" zu sein ist für die Winzer keine Frage des Lesetermins, sondern der Reife. Der Primus Carnuntum ist ein Kabinettwein aus der Sorte Grüner Veltliner. Durch die entsprechende Reife bewahrt er seine Qualität über den nächsten Jahrgang hinaus.
Die strenge Mengenkontrolle und der hohe Qualitätsstandard garantieren, daß der Primus Carnuntum ein herzhaft frischer Jungwein ist, der Reife mit jugendlicher Leichtigkeit verbindet.
 

Die junge Winzergeneration hat das Große Potential der Rotweine dieses Gebiets neu entdeckt. Während das Mikroklima im Raum Leithagebirge und Arbesthaler Hügelland die Sorte Zweigelt begünstigt, hat der Blaufränkische rund um die Hainburger Berge eine lange Tradition.
Der Rubin Carnuntum ist das Markenzeichen der RUBIN CARNUNTUM WEINGÜTER. Nur die Sorten Zweigelt oder Blaufränkisch tragen diesen Namen. Die gebietstypischen Merkmale sind ein zartfruchtiges Bukett und samtige Tannine. Der Rubin Carnuntum ist ein gehaltvoller Rotwein.
Die strengen internen Mengen- und Qualitätskontrollen garantieren, daß nur die besten Rotweine des jeweiligen Jahrgangs den Namen Rubin Carnuntum tragen.
 

Weinbaugebiet Carnuntum - ein Ausflugstipp
Carnuntum, Hauptstadt der römischen Provinz Oberpannonien, hatte zur Blütezeit rund 50.000 Einwohner. Die Zeugen dieser antiken Metropole erwachen heute im Archäologischen Park Carnuntum zu neuem Leben. Im Jahr 2006 feiert die Stadt ein einmaliges Jubiläum: 2000 Jahre Carnuntum!
Der Archäologische Park Carnuntum liegt verkehrsgünstig zwischen Wien und Bratislava und eignet sich ideal als Ausflugstipp für die ganze Familie. Einzigartige Baudenkmäler und Rekonstruktionen, lebendige Führungen, prunkvolle Schätze und spektakuläre römische Feste zeugen vom einstigen Glanz.

 

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Weinreise in die Thermenregion
 

Die Thermenregion  reicht von den östlichen Ausläufern des Wienerwaldes, beginnend von der Stadtgrenze von Wien in Perchtoldsdorf über Mödling und Baden bis nach Wiener Neustadt. Auf Grund der Lage im pannonischen Raum (ausgeglichenen, fast mediterranes Klima) gibt es hier kräftige, gehaltvolle Rotweine (nördliches Steinfeld) und volle, reife Weißweine (nördliche Thermenregion). Diese sind bei Weinliebhabern sehr beliebt. Auch Wanderer und Naturfreunde kommen auf ihre Kosten.

Man kann zahlreiche Burgen und Schlösser besichtigen. Mittelalterliche Kirchen und Klöster, wie die ehemalige Benediktinerabtei in Klein-Mariazell, die Wallfahrtskirche Hafnerberg am Hafnerberg und Stift Heiligenkreuz sind Zentren religiösen Lebens.

Die heilenden Schwefel- und Thermalquellen wurden schon in der Römerzeit genutzt.

Die Thermenregion ist außerdem (besonders im Bereich von Baden bis Vösendorf, Süd) eine der leistungsfähigsten Wirtschaftsregionen der Republik ÖsterreichWeinkultur mit großer Tradition

Eine lebendige Heurigenkultur, dazu die Sortenvielfalt und Spezialitäten wie Rotgipfler und Zierfandler – eine Weinreise entlang der idyllischen Südbahn bis Wr. Neustadt verspricht genussvolle Momente.
 
Ausg'steckt is...  wir gehen zum Heurigen!!!!!! Der Heurige hat für uns Wiener Tradition. Die Heurigenlokale haben nicht wie Gastwirtschaften das ganze Jahr offen. Nach einem eigenen Kalender stimmen sich die Buschenschanken mit einander ab, 3x pro Jahr darf "ausg'steckt werden für ein paar Wochen. Ja und was bedeutet ausg'steckt? Nun, auf  die Türe des betreffenden Lokales wird ein Buschen (Strauß) gesteckt, meist aus Latschen (Kiefern), daher auch das Wort "Buschenschanken". Vom weiten, nach langer Wanderung in der Natur, sieht man schon wer heute ausgesteckt hat. Die Schanken machen aber erst um 16 Uhr auf. Früher als ich  noch Kind war, packte Mutter Brot, Käse, Wurst etc. ein. Man durfte sich das Essen mitbringen. Heute könnte man das auch noch, aber es macht keiner mehr, wer trägt schon gerne 5-6 Stunden das Essen bei der Wanderung mit.  Da die Heurigen Familienbetriebe ist, hat die Hausfrau meist Grammeln (für die Deutschen: Grieben), Schmalz, diverse Aufstriche, Stelzen (Eisbein) und auch hausgemachte Strudeln und Torten. 
Die Thermenregion, da sie an Wien grenzt, ist von den Wienern sehr beliebt. Perchtoldsdorf kann man mit den öffentlichen Wiener Verkehrsmittel erreichen, also kein Alkohol am Steuer!!!!!
 

 

Es ist Ein begnadetes Stück Erde, das Gebiet im Süden Wiens, geologisch als Wiener Becken und weinrechtlich als Thermenregion bezeichnet.
Aufgrund ihrer Melange aus sanfter Hügellandschaft, ebenso pittoresken wie geschichtsträchtigen Orten und jeder Menge erstklassiger Weingüter sowie zahlreicher empfehlenswerter Heurigenbetriebe, aber auch ihrer überschaubaren Größe wegen bietet sich die Thermenregion für eine Weinreise geradezu an – ob mit dem Auto oder der Bahn. Der Dichte an empfehlenswerten Weingütern bzw. Heurigenbetrieben ist relativ groß, weshalb wir uns hier auf eine Auswahl der besten Erzeuger beschränken müssen. Aber fangen wir mit einem Thema an, das an der Südbahn (wie das Gebiet traditionell in der Umgangssprache heißt) eine höchst wichtige Rolle spielt: dem Heurigen.

HEURIGENKULTUR & CHARAKTERWEINE. Die in ganz Österreich bestehende Einrichtung der Heurigen und Buschenschänken ist in der Thermenregion auf besonders hohem Niveau entwickelt. Das Recht auf direkten Ausschank der eigenen Weine an Konsumenten geht ursprünglich auf den Freiheitsbrief Kaiser Friedrichs III. aus dem Jahr 1459 zurück. Das Schankrecht erhielten damals nur die „Inleute“ (Ortsansässige). Mit einem Rundschreiben von Kaiser Joseph II. wurde das Schankrecht auf alle ausgedehnt.
Anfangs wurde nur Wein ausgeschenkt, allmählich wurden auch einfache Speisen – sie mussten ausschließlich aus eigener Produktion stammen – angeboten. Ein deutlicher Wandel ist hinsichtlich der Vielfalt des Speisenangebots eingetreten, wobei die Winzer quasi eine Gasthauskonzession erwerben mußten, um auch warme Speisen verkaufen zu dürfen.
Die Heurigenkultur in der Thermenregion zählt seit langer Zeit zu einer der allerbesten in Österreichs Weinlanden – kaum verwunderlich, waren und sind doch die – günstigerweise auch per Südbahn bzw. Badner Bahn erreichbaren – Weinorte der Thermenregion äußerst beliebte Ausflugsziele für weinaffine Genießer der nahegelegenen Bundeshauptstadt, aber auch für Wien-Touristen aus Österreich und der ganzen Welt. Insgesamt rund 350 zählt das gebiet – von urigen Schenken mit einfachen Schankweinen und kaltem Buffet bis zu Spitzenbetrieben mit Topweinen und delikaten Speisen in kalt und warm.
Das Angebot an warmen und kalten Speisen ist heute in vielen Heurigenbetrieben der Thermenregion nicht nur ausgesprochen umfangreich, sondern auch von sehr guter Qualität. Es reicht von einem meist reichhaltigen kalten Buffet mit Wurstwaren, Aufstrichen, Käsespezialitäten und vielerlei Salaten über diverse gebratene und gebackene Fleisch- und Geflügelgerichte oft bis hin zu vegetarischen Speisen und Fischspezialitäten.
VON PERCHTOLDSDORF BIS ENZERSDORF. Direkt an Wien anschließend liegt die mit einem stimmungsvollen Ortsbild ausgestattete Marktgemeinde Perchtoldsdorf, deren Ortszentrum eindrucksvolle Bauten aufweist. Ins Auge springen sofort der mittelalterliche Wehrturm und die Herzogsburg. Perchtoldsdorf weist eine sehr große Anzahl an Heurigen auf, wo meist unkomplizierte „Petersdorfer“ Weine zum reichen Speisenangebot serviert werden. Gleichfalls ein Ort mit bedeutender Weinbaugeschichte ist Brunn am Gebirge, freilich sind hier durch Betriebsansiedelungen in den ausgedehnten Industriezonen besonders viele Weinbauflächen verloren gegangen. . In dem an Brunn anschließenden Wallfahrsort Maria Enzersdorf ist der Weinbau noch stärker zurückgedrängt worden. Hervorzuheben ist hier die Burg Liechtenstein mit den beliebten Nestroy-Festspielen (gegründet und betreut von Elfriede Ott). .
MÖDLING UND UMGEBUNG. Die Bezirkshauptstadt Mödling, wo ab dem 12. Jahrhundert mit den Herzögen von Mödling, eine Seitenlinie der Babenberger regierte, wird als Perle des Wienerwaldes bezeichnet. Mödling war schon früh ein Ort der Kunst – Walther von der Vogelweide etwa gastierte am Mödlinger Hof, später zog die mittelalterliche Stadt auch Größen wie Beethoven, Schubert, Grillparzer, oder Raimund an. Fürst Johannes I. von Liechtenstein gestaltete die Umgebung von Mödling ganz wesentlich: Er ließ die Burg Liechtenstein restaurieren, schmückte die Bergeshöhen und Klausen mit romantischen, künstlichen Ruinen, z. B. mit dem Schwarzen Turm und dem Husarentempel als ältestes Kriegerdenkmal Österreichs. Mit der großflächigen Aufforstung mit Schwarzföhren gestaltete er das bis heute bestehende Landschaftsbild nachhaltig. Auch Mödling hat eine Reihe von Heurigenbetrieben. In Guntramsdorf hat sich eine besonders erfolgreiche, geradezu blühende Heurigenkultur entwickelt.

WEIßWEINZENTRUM GUMPOLDSKIRCHEN. Diesem Ort kommt besondere Bedeutung zu. Die besonderen Vorzüge der Thermenregion kulminieren hier: ideales Mikroklima, tolle Böden (Muschelkalk etc.) und Toplagen sind hier in besonderem Maß gegeben. Die Zahl historisch berühmter Lagen ist hier Legion: Wiegen, Spiegel, Rasslerin, Grimling, Satzing, Sonnberg, Goldknöpfel oder Student. Gerade hier drängt sich die Bezeichnung als „Burgund Österreichs“ auf. Von den Bauwerken sind vor allem das Deutschordensschloß und die anschließende Kirche hervorzuheben. Kaiser Karl VI., der Vater Maria Theresias, hielt sich oft im heutigen Melkerhof auf. Besonders angetan hat es ihm der Weingarten in der Lage Spiegel, die er mit einer Mauer (nach dem Vorbild der französischen Clos) umgeben ließ; die Mauer besteht heute noch. Hervorzuheben ist auch der große Luegerkeller, den der Wiener Bürgermeister Karl Lueger 1905 errichten ließ, und dessen riesige Kellerräume später der Winzergenossenschaft Gumpoldskirchen dienten. Trotz dieses großen vitikulturellen Potenzials liegt heute leider eine Reihe von Weingartenflächen in Gumpoldskirchen brach. Ein Projekt mit historischen Dimensionen ist jüngst mit dem unterhalb von Gumpoldskirchen liegenden Freigut Thallern gestartet worden. Dieses dem Stift Heilligenkreuz gehörende alte Gut (gegründet 1141) wurde an eine Gesellschaft verpachtet.

TRAISKIRCHNER TOPS & PFAFFSTÄTTEN. In dem per Badnerbahn erreichbaren Ort Traiskirchen sind einige der Top-Winzer Österreichs zuhause Pfaffstätten ist eine alte traditionsreiche Weinbaugemeinde. Die Spezialität ist hier der „Les-Hanl“, ein Wein aus besten Neuburgertrauben. Erwähnt werden muß auch der Pfaffstättener Großheurige, der größte Heurige Österreichs. Alle Heurigen zusammen bilden diesen Großheurigen, ganz Pfaffstätten ist ein großer Buschenschanken.

THERMENSTADT BADEN. Die alte Römersiedlung Baden mit den schon in der Römerzeit genutzten Thermen ist ein wirtschaftliches und gesellschaftliches Zentrum der Region. Hier verkehrten der Adel, reiche Bürger und bedeutende Künstler, es war das Nobelbad gekrönter Häupter. Auch Kaiser Friedrich III und seine portugiesische Gattin Leonore waren oft in Baden; als seine Frau beim Pilgern nach Heiligenkreuz von Raubrittern der Burgen Rauhenstein und Rauheneck überfallen wurde, ließ Friedrich III. die beiden Burgen zerstören. Weitere hohe Gäste waren u.a. Kaiser Maximilian I., Ferdinand I., Leopold I., Joseph I., Napoleon und König Matthias Corvinus. Heute regiert die bürgerliche Welt Baden, die Stadt hat Charme und Atmosphäre.

ROTWEINMEKKAS IM SÜDEN. Unzählige Gäste von Nah und Fern kommen nach Sooss und Bad Vöslau, um die ausgezeichnete Heurigenatmosphäre zu genießen. Das gilt in besonderem Maß für Sooss, die Rotweine brillieren mit feiner Frucht, Finesse und großem Lagerpotential brillieren. Bad Vöslau kommt in der Geschichte der Thermenregion besondere Bedeutung zu. Der Ort ist untrennbar mit der erfolgreichen Rotweinsorte Blauer Portugieser verbunden, das Synonym „Früher Vöslauer“ unterstreicht dies. Die Sorte ist um 1772 vom Freiherrn de Fries von Portugal nach Österreich (Bad Vöslau und Baden) gebracht worden, allerdings ist sie heute in Portugal nicht mehr nachweisbar. Von hier aus hat sie sich rasch verbreitet, vor allem in die Kronländer und auch nach Deutschland. Die Sorte fühlt sich in den durchlässigen, warmen Böden dieses Gebietes sehr wohl. Manche sehen die früh reifende, ertragssichere Sorte etwas geringschätzig an – bedingt durch die aktuelle Rotweinmode „immer fetter, immer dicker“ hat sie auch einen schweren Stand. Sie bringt einfach trinkanimierende, leichtfüßige, aromatische Weine, von denen auch mehrere Gläser trinken kann. Die Heurigenkultur ist auch in Bad Vöslau (und Umgebung) sehr stark ausgeprägt. “.
TATTENDORF UND DER SÜDEN. Die Gegend um Tattendorf mit den Orten Teesdorf, Günselsdorf und Oberwaltersdorf ist im Rotweinbereich die innovativste der Thermenregion. Auch sie hat sich früh durch eine erfolgreiche Heurigenkultur definiert. Was sich hier in den letzten Jahren getan hat, kann man als beeindruckend bezeichnen.  In diesem Portugieser-dominierten Gebiet hat sich der autochthone St. Laurent zur hochqualitativen Trendsorte entwickelt, aber auch Pinot Noir, Merlot und Cabernet Sauvignon haben Einzug gehalten. Vor allem der St. Laurent und der Pinot Noir fühlen sich hier wohl, die Weine aus diesen Sorten besetzen bei Verkostungen immer wieder Spitzenplätze. Das Weingut Stift Klosterneuburg hat diesem Trend mit der großflächigen Neupflanzung in der Ried Stiftsbreite Rechnung getragen. Vorreiter des enormen Aufschwungs in diesem Gebiet ist Hans Reinisch gewesen, der in Rot und weiß hervorragende Qualitäten zu bieten hat. Der Familie Reinisch zur Seite steht inzwischen die Winzervereinigung „Die Burgundermacher“: Leo Auer, Günther Dopler, Johann Gisperg, Heinrich Hartl, Andreas Heggenberger, Franz Landauer-Gisperg, Alfred Reinisch und Georg Schneider, deren Weinniveau den letzten Jahren enorm gestiegen ist.
In den südlichen Gegenden der Thermenregion – sie reicht ja bis Wiener Neustadt – ist Leobersdorf erwähnenswert, andererseit aber auch der südöstlich von Wiener Neustadt, wo in der Burg Kaiser Maximilian begraben liegt, liegende Ort Katzelsdorf, wo es nennenswerten Weinbau und eine urig-gemütliche Heurigenkultur gibt.
 

 Das ist das letzte zu beschreibende Weinanbau-Gebiet im Bundesland Niederösterreich gewesen. Fortsetzung mit Weinbau-Gebieten in anderen Bundesländern folgt.