Zeitformen der Verben



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Gegenwart - Präsens

Gebrauch:

- unmittelbare Gegenwart (Wo ist denn Angela? Sie ist im Wohnzimmer.)

- zeitlos gültige Aussage (Köln liegt am Rhein.)

- der Zustand dauert bis jetzt an ((Ich wusste nicht, dass du in Köln wohnst.)

 

Formen der regelmäßigen Verben:

fragen

ich frage

du fragst

er/sie/es fragt

wir fragen

ihr fragt

sie/Sie fragen


 

Besonderheiten:

arbeiten: ich arbeite, du arbeitest, er/sie/es arbeitet, wir arbeiten, ihr arbeitet, sie/Sie arbeiten

reisen: ich reise, du reist, er/sie/es reist, wir reisen, ihr reist, sie/Sie reisen

klingeln: ich klingle, du klingelst, er/sie/es klingelt, wir klingeln, ihr klingelt, sie/Sie klingeln

finden: ich finde, du findest, er/sie/es findet, wir finden, ihr findet, sie/Sie finden

leiden: ich leide, du leidest, er/sie/es leidet, wir leiden, ihr leidet, sie/Sie leiden

rasen: ich rase, du rast, er/sie/es rast, wir rasen, ihr rast, sie/Sie rasen

würfeln: ich würfle, du würfelst, er/sie/es würfelt, wir würfeln, ihr würfelt, sie/Sie würfeln

sammeln: ich sammle, du sammelst, er/sie/es sammelt, wir sammeln, ihr sammelt, sie/Sie sammeln

 

Unregelmäßige Verben:

Die unregelmäßigen Verben werden separat behandelt.

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Vergangenheit

Für die Vergangenheit gebraucht man vor allem Perfekt und Präteritum.

Perfekt

Das Perfekt wird überwiegend in der Alltagssprache verwendet, das Präteritum hauptsächlich in der geschriebenen Sprache und bei den Grundverben sein, haben und werden.

Zur Bildung des Perfekts verwendet man die Präsensformen von "sein" oder "haben" und das Partizip II, das auch als Partizip Perfekt bezeichnet wird. Das Partizip II ist unveränderlich und für alle Personen gleich.

Partizip II der regelmäßigen Verben (t-Verben)

ge + Verbstamm + t

Beispiel: spielen = ge-spiel-t

hat geholt, hat gemacht, hat eingekauft ...

Trennbare Verben:

Verbstamm + t

Beispiel: erholen = erhol-t

hat erzählt, hat studiert ...

Partizip II der unregelmäßigen Verben (n-Verben)

ge + Verbstamm + en

Beispiel: lesen = ge-les-en

hat geschrieben, hat überwiesen, ist gegangen

Trennbare Verben:

Präfix + ge + Verbstamm + en

Beispiel: vorlesen = vor-ge-les-en

hat abgeschrieben, hat angefangen ...

Verben, die mit be-, emp-, ent-, ge-, miss-, ver- und zer- beginnen sowie die meisten Verben, die auf -ieren enden, bilden das Perfekt nit mit ge-.

Verbstamm + en

Beispiel: empfangen = empfang-en

hat mitgenommen, hat entschieden, hat sich geniert ...

Partizip II der Mischverben

ge + Verbstamm + t (mit Veränderung des Stammvokals)

Beispiel: denken = ge-dach-t

hat gebracht, hat gekannt, hat genannt, hat gewusst ...

 

Haben oder sein?

Das Verb haben gebraucht man im Perfekt

- bei den meisten Verben und

- allen reflexiven Verben (Ich habe mich unterhalten. Ich habe ihn gesehen.)

 

Das Verb sein gebraucht man im Perfekt

- bei Verben der Bewegung (gehen, fahren, laufen, fliegen ...)

- Verben der Zustandsveränderung ohne Akkusativ (wachsen, werden aufwachen ...)

- bei den Verben bleiben und sein (bin geblieben, bin gewesen ...)

 

Präteritum

Das Präteritum wird meist in schriftlichen Erzählungen und fast immer bei den Verben sein, haben, werden und geben verwendet.

Präteritum der regelmäßigen Verben (t-Verben)

fragen: ich fragte, du fragtest, er/sie/es fragte, wir fragten, ihr fragtet, sie/Sie fragten

Besonderheiten:

arbeiten: ich arbeitete, du arbeitetest, er/sie/es arbeitete, wir arbeiteten, ihr arbeitetet, sie/Sie arbeiteten

Das "e" wird nur eingeschoben, damit man das Wort besser aussprechen kann.

Präteritum der unregemäßigen Verben (n-Verben)

gehen: ich ging, du gingst, er/sie/es ging, wir gingen, ihr gingt, sie/sie gingen

 

Plusquamperfekt

Das Plusquamperfekt wird selten verwendet. Es beschreibt ein Ereignis A, dass noch weiter in die Vergangenheit zurückgeht als ein Ereignis B. Das Ereignis B steht meist im Präteritum.

Das Plusquamperfekt wird aus dem Präteritum der Verben haben bzw. sein und dem Partizip II des Verbes gebildet.

Beispiel 1:

Der Regen hatte schon aufgehört, als ich gestern in Rom ankam.

Als ich gestern in Rom ankam, hatte der Regen schon aufgehört.

Ereignis A: Der Regen hatte schon aufgehört.

Ereignis B: Ich kam gestern in Rom an.

Beispiel 2:

Der Zug war leider schon abgefahren, als ich am Bahnhof ankam.

Als ich am Bahnhof ankam, war der Zug leider schon abgefahren.

Ereignis A: Der Zug war leider schon abgefahren.

Ereignis B: Ich kam am Bahnhof an.

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Zukunft

Für die Zukunft verwendet man normalerweise das Präsens mit einer Zeitangabe.

Kommst du am Samstag zu meiner Party?

Tut mir leid, aber ich fahre am nächsten Wochenende zu meinen Eltern.

 

Futur 1

Mit dem Futur 1 (werden + Infinitiv) fügt man der Zukunft eine zusätzliche Bedeutung hinzu.

Zukunft + Versprechen

Ich werde dich in deiner neuen Wohnung besuchen.

Wir werden das heute Abend noch einmal besprechen.

Zukunft + Absicht, Prophezeiung

Ich werde in die USA fliegen.

Wir werden bestimmt eine Lösung finden.